• Nicola Christ-Widmann

    Impulse, die wirken

    Erkennen, was läuft.
    Verstehen, wie Menschen ticken.
    Verändern, was wirkt.

    Unabhängig davon, ob Sie Antworten, Lösungen oder neue Perspektiven suchen: Ich helfe Ihnen gerne dabei, die Wege zu finden, die Sie auch wirklich an Ihr Ziel bringen.

Wenn Beziehungen scheitern: Woran die Liebe zerbricht

Es fängt so schön an… Diese Schmetterlinge im Bauch, die nicht enden wollenden tiefen Blicke in die Augen des anderen, das Warten auf das nächste Wiedersehen, dieses unbeschreibliche Gefühl des Geliebtwerdens und Liebens. 

Jahre später ist davon im Beziehungsalltag meist nichts mehr zu finden. Die Liebe ist dem Alltag zum Opfer gefallen. Doch woran genau scheitert sie?
Reden wir über die Top 3 der Trennungsgründe.

 

Reden wir darüber: Die Top 3 der Trennungsgründe

Top 1: „Mein/e Partner/in tut zu wenig für die Beziehung“

Mangelndes Engagement ist in drei von vier Fällen der schleichende Tod einer glücklichen  Beziehung. Wenn Geben und Nehmen ins Ungleichgewicht kippen, hängt bald auch der Haussegen schief. Prioritäten verschieben sich nach der Verliebtheitsphase. Job, Karriere, Hobbies, Eltern, Kinder aus Vor-Beziehungen und andere Aspekte bekommen mehr Aufmerksamkeit, als dem Anderen lieb ist. Für eine glückliche Zweisamkeit scheint weniger Zeit und Aufmerksamkeit zu bleiben.

Das Gefühl, nicht mehr wichtig zu sein, macht sich immer breiter. Man fühlt sich nicht mehr geliebt und begehrt. Wer hier nicht offen darüber spricht und eine gemeinsame Lösung findet, landet nicht selten bei Top 2 oder 3 der Trennungsgründe.

Top 2: „Mein/e Partner/in geht fremd.“

Seitensprung, Affären, Betrug sind oft der Versuch, den frustrierenden Mangel in der Beziehung auszugleichen. Wir suchen die fehlende Aufmerksamkeit und Zuneigung bei Dritten. Hier bekommen wir wieder das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, wir stehen wieder an Platz 1, werden angehimmelt, erhalten die Bestätigung und Wertschätzung, die wir so lange vermisst haben.

In knapp zwei von drei Beziehungen versucht ein oder auch beide Partner, die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Priorität mit einer neuen Flamme zu stillen. Die heimlichen Whatsapp-Nachrichten und Telefonate bringen anfangs einen prickelnden Kick, der von den Enttäuschungen und Verletzungen im eingefahrenen Beziehungsalltag ablenkt und kurzfristige Glücksmomente schenkt. Doch mit der Zeit wird meist das Gefühl des Unerfüllt- und Unglücklichseins stärker und stärker. Die Beziehungsprobleme spitzen sich zu. Konflikte sind an der Tagesordnung – oder das exakte Gegenteil stellt sich ein: das vorwurfsvolle Schweigen.

Top 3: „Ich höre nur noch Vorwürfe. Wir streiten nur mehr.“

Wo Menschen zusammenleben, sind Konflikte etwas ganz Natürliches. Doch wenn sie in der Beziehung zum Alltagsprogramm mutieren, kann die Beziehung selbst zur Dauerbelastung werden. Woher kommen diese Konflikte? Ganz einfach: aus Erwartungen, die enttäuscht werden; aus teils falsch verstandenen Erwartungen, Vorstellungen, Verzerrungen, Fehlinterpretationen. Die ersten Versuche eines klärenden Gesprächs werden schnell als Vorwurf und Kritik empfunden und blockiert. Es folgen Diskussionen und verschiedenste Argumentationsstrategien, um die eigene Position zu stärken und Recht zu bekommen. Was wir eigentlich wollen, ist gehört und verstanden zu werden. Was dabei jedoch mehrheitlich heraus kommt, sind noch mehr Frustration, Konflikte, Vorwürfe und Isolation. Diese Dynamik trennt statt zu verbinden.

 

'Die Entwicklungschancen einer Beziehung sind umso größer, je mehr Chancen wir ihrer Entwicklung geben.’
Ernst Ferstl, öst. Dichter

 

Jedes zweite Paar trennt sich, weil es in dieser Falle von enttäuschten Erwartungen gelandet ist und die Streitereien im. Alltag nicht mehr aufhören:

  • Partner, die Versprechen nicht einhalten
  • Partner, die sich nicht ändern
  • Partner, die sich zu sehr ändern
  • Partner, die uns in finanzielle Unsicherheiten steuern
  • Partner, die unzuverlässig sind
  • Partner, die alte Wunden aufreissen und uns an vergangene Erlebnisse erinnern... uvm.

 

Die Liebe schützen: Wie können wir Trennungsgründen vorbeugen und unsere Beziehungskompetenz stärken

Was hilft nun also dabei, Beziehungsglück zu (be-)leben?

1. Erkennen und akzeptieren, dass mein Partner anders tickt

Wir können noch so viele Gemeinsamkeiten haben, dennoch ticken wir anders. Und das liegt nicht nur am Unterschied zwischen Mann und Frau. Jede/r von uns tickt unterschiedlich. Wir brauchen zB. andere Aspekte, um uns geliebt und sicher zu fühlen. Oder wir haben andere Vorstellung von einer glücklichen Beziehung und einem erfüllten Leben.

Häufig höre ich in Beratungen den Vorwurf eines Partners an den anderen: „Du liebst mich nicht mehr.“ Dabei liegt hier sehr oft ein Missverständnis vor. Die Liebe ist da, sie wird vom einen Partner nur anders gezeigt und gelebt, als der andere es bräuchte. Indem wir wirklich erkennen, wie mein Partner und ich ticken und dem anderen auch erlauben, dass er so ticken darf, ist der Grundstein für ein solides Beziehungs-Fundament gelegt. 

2. Ehrlich miteinander reden und zuhören lernen

Wer im Gespräch bleibt, bleibt in Beziehung. Wer seine Bedürfnisse, Sorgen, Ängste, Sehnsüchte nicht mehr mit seinem Partner teilen kann, distanziert sich automatisch. Das heisst natürlich nicht, dass jedes kleinste Detail immer präzise ausdiskutiert werden soll. Und selbstverständlich gibt es in Beziehungen Phasen, in denen wir einander näher sind und andere, die mehr Abstand bringen. Das ist natürlich und gesund, und damit das gut klappen kann, braucht es Sicherheit und Vertrauen. Ein wertschätzendes liebevolles Miteinander stärkt dieses Sicherheits- und Vertrauensgefühl. Eine ehrliche offene Gesprächskultur unter den Partnern verstärkt ihr Fundament.

3. Alte Wunden aus der eigenen Vergangenheit schliessen

Niemand geht unbelastet in eine Beziehung. Wir alle haben Enttäuschungen und Verletzungen aus gescheiterten Partnerschaften gesammelt, die mal grössere und mal kleinere Wunden und Narben hinterlassen haben. Das ist ebenfalls natürlich. Wichtig ist lediglich, dass diese Wunden aus der Vergangenheit gut verarztet wurden und verheilt sind. Andernfalls besteht die Gefahr, dass wir aus Angst heraus, wieder ähnliche Verletzungen zu erleben, die Masken unserer Vergangenheit auf unseren Partner projezieren und genau das wieder erleben, wovor wir uns eigentlich schützen wollen. Für eine gesunde Beziehung und einen realistischen Neubeginn ist es essenziell, die Vergangenheit zu bereinigen und dem neuen Partner eine ehrliche Chance zu geben.

 

Paarberatung: Beziehungskompetenz neu erleben und leben lernen

Manchmal sind diese Tipps wesentlich leichter dahin gesagt oder geschrieben als effektiv umgesetzt. Es kann eine grosse Herausforderung sein, alte Erlebnisse zu verarbeiten und dem Partner neu zu vertrauen. Auch ehrliches miteinander Reden klingt leichter als es in der Realität ist. Aus Erfahrung gesprochen scheitert es meist schon bei der Geduld des Zuhörens und Ausredenlassens - und das aus gutem Grund. 

Viele Paare lassen sich durch eine professionelle Begleitung unterstützen. Diese hilft, Dinge an- und auszusprechen, die einem unangenehm sind oder bei denen man Angst vor der Reaktion des Partners hat. Auch Streitsituationen können durch den Profi geklärt werden. Sie lernen einander auf einer neuen Ebene kennen und besser verstehen. Sie können einander mit mehr Respekt und Liebe begegnen und Lösungen für Ihren Alltag finden, die bisher unrealistisch schienen.

Paarberatung wirkt.
Nähere Infos dazu finden Sie hier.


 

 

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